Eisenbahnüberführung
Sternbrücke

Quelle: DB Netz AG

Das Bauwerk

Die Eisenbahnüberführung (EÜ) „Sternbrücke“ auf der Verbindungsbahn ist ein zentraler Bestandteil im Schienennetz der Hansestadt. Täglich fahren etwa 900 Regional- und Fernverkehrszüge sowie S-Bahnen über die vier Gleise der Brücke. Doch nach rund 100 Jahren Betriebszeit erreicht das Bauwerk das Ende seiner technischen Nutzungsdauer. Eine Sanierung des Bauwerks ist umfangreich gutachterlich untersucht und im Ergebnis verworfen worden.

Ausschlaggebend bei dieser Entscheidung war der Zustand des verbauten Stahls sowie die zukünftigen Anforderungen an das Bauwerk. Der Stahl der heutigen Überbauten ist von 1926. Er ist ermüdet, nicht schweißbar und entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Um weiterhin einen sicheren und leistungsfähigen Schienenverkehr in Hamburg und für die Hamburger:innen anbieten zu können, ist ein Neubau der Brücke aus Sicht der Deutschen Bahn zwingend erforderlich und langfristig die beste Lösung. Eine Sanierung ist außerdem nicht zielführend, u. a. da:

  • die Eingriffe in das direkte Umfeld genauso groß wären wie bei einem Neubau,
  • eine Sanierung erheblich längere Einschränkungen für Bahn- und Straßenverkehr bedeuten würde,
  • eine Sanierung immer nur eine Zwischenlösung ist und den Neubau lediglich um maximal 50 Jahre hinauszögert und die Brammerfläche als Vormontagefläche dann nicht mehr zur Verfügung stünde,
  • das aktuelle Regelwerk einzuhalten ist und somit das Bauwerk nicht 1:1 nachgebaut werden kann.

Die Diskussion zur Sanierung des Bauwerks wurde sehr intensiv geführt und ist abgeschlossen.

Quelle: DB Netz AG

Planungen für die neue Brücke

In Abstimmung mit der Freien und Hansestadt Hamburg ist geplant, die alte Überführung zurückzubauen und als 108 Meter lange Stabbogenbrücke mit nach innen geneigten Bögen neu zu errichten. Die sechs Stützen im Straßenbereich entfallen.

An der Entscheidung zu dieser Vorzugsvariante waren über mehrere Jahre namenhafte Ingenieur- und Architekturbüros beteiligt. Unter Einbeziehung aller vorliegenden Rahmenbedingungen und Abwägung der Vor- und Nachteile stellt diese Variante das Optimum dar.

Geplant ist, die neue Brücke auf der Brammerfläche vorzufertigen. Dafür wurde eine Flächenplanung entwickelt, die den Verbleib des Bauwagenplatzes „Zomia“ am heutigen Standort unter einer leichten, temporären räumlichen Einschränkung sicherstellt.

In Vorbereitung für den Brückenneubau ist unter anderem die temporäre Umverlegung von Kabeln notwendig. Dafür wird eine Kabelhilfstrasse errichtet, die von der EÜ Lippmannstraße entlang der Eifflerstraße, der Stresemannstraße und der Max-Brauer-Allee zurück zur Bahntrasse verläuft. Zum Schutz der Anwohner:innen werden Lärmvorsorgemaßnahmen ergriffen. Bei der Sternbrücke werden rund 380 Meter Lärmschutzwand mit einer Höhe von 5 Metern errichtet. Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung des vom Eisenbahnverkehr ausgehenden Lärms für die Anwohner:innen.

Im Zuge der Bauarbeiten müssen leider 82 Bäume weichen. Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen (z. B. Ausgleichspflanzungen) werden vorgenommen.

Im Zuge der Auslegung der Planungsunterlagen hat die DB AG viele Hinweise und Stellungsnahmen der Öffentlichkeit zu umweltrelevanten Themen bekommen. Mit dem Ziel, die nachvollziehbaren Sorgen und Fragen der Menschen gutachterlich zu überprüfen und in der weiteren Planung zu berücksichtigen, wird für das Projekt freiwillig eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nachgeholt.

Im Herbst 2021 fand die Kreativwerkstatt zur neuen Sternbrücke statt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Planungsablauf

 
  • 2014
  • 2016
  • 2017
  • 2018
  • 2019
  • 2020
  • 2021
  • 2022
  • 2023
  • 2024
  • 2025
  • 2026
  •  
    2027

Meilensteine 2027

  • Abschluss der Arbeiten

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