So entstehen die neuen Widerlager für die Eisenbahnüberführung Schanzenstraße

Für Anwohnende und die zahlreichen Passant:innen an der Schanzenstraße gut sichtbar, sind die Arbeiten an den neuen Widerlagern für die Eisenbahnüberführung in den vergangenen Wochen weiter vorangekommen. In unserem Artikel geben wir Einblick in das Bauverfahren und erklären, was die Bauweise der Widerlager an der Schanzenstraße besonders macht.

Doch was ist eigentlich ein Widerlager?

Der Begriff Widerlager bezeichnet die beiden seitlichen Stützbauwerke einer Brücke, die das gesamte Brückenbauwerk abfangen und die Lasten sicher in den Untergrund ableiten. Ähnlich wie die bestehenden Stahlüberbauten, sind auch die Widerlager an der Schanzenstraße in den vergangenen knapp 120 Jahren durch den Zugverkehr und den damit einhergehenden Lasten stark beansprucht worden. Deshalb werden im Rahmen der Erneuerung der Eisenbahnüberführung auch neue Widerlager gebaut.

Wie werden die Widerlager an der Schanzenstraße gebaut?

Die Bauweise für die neuen Widerlager unterscheidet sich dabei von der Vorgehensweise, welche beispielsweise für die Eisenbahnüberführung Anckelmannsplatz gewählt wurde: dort haben wir zunächst Hilfsbrücken errichtet, welche es uns erlauben, unter laufendem Zugverkehr die alten Widerlager zurück zu bauen und an deren Stelle die neuen zu errichten.

An der Schanzenstraße wird hingegen eine Bauweise verwendet, welche ohne Hilfsbrücken auskommt. Die neuen Widerlager werden jeweils vor die alten gebaut und in die bestehende Wand rückverankert. Auch mit dieser Bauweise ist es möglich, den Bau der Widerlager "unter rollendem Rad", also bei laufendem Zugbetrieb vorzunehmen. Die alten Widerlager bleiben dabei bestehen, müssen aber zukünftig nicht mehr die Lasten der Überbauten und des Zugverkehrs tragen.

Wie weit sind die Arbeiten vorangekommen und was sind die nächsten Schritte?

Im September konnte das Projektteam in einem ersten Schritt die Arbeiten an den Bodenplatten abschließen, welche zukünftig die Lasten von den Widerlagern in den Boden ableiten werden.

Seit einigen Tagen wachsen an der Baustelle die neuen Widerlager nun auch in die Höhe: die Bauarbeiter haben begonnen, die sogenannte Bewehrung zu flechten. Diese Gitterkonstruktionen aus Stahl sind für die Festigkeit und Langlebigkeit des Betons von großer Bedeutung. Auch gut erkennbar auf den Bildern sind die Holzverschalungen. Diese sorgen beim Betonieren dafür, dass der Flüssigbeton in die richtige Stellen fließt und stellen so sicher, dass die neuen Widerlager in richtiger Form betoniert werden. Zu den nächsten Schritten gehörten dann auch die Kernbohrungen durch die bestehenden Widerlagen, in welchen die Rückverankerungen Platz finden.

Um die Dauer der nötigen Straßensperrung so kurz wie möglich zu halten, bündelt das Projektteam mehrere Bauabschnitte und führt ab sofort auch an Samstagen Arbeiten durch. So können wir wichtige Tätigkeiten effizient hintereinander ausführen und die Vorbereitung für den Einhub der neuen Überbauten optimal koordinieren. Für Radfahrende und zu Fuß Gehende bleibt die Passage unter der Eisenbahnüberführung weiterhin geöffnet. Wir achten darauf, dass die Wegeführung jederzeit sicher und gut nutzbar bleibt.

Ihr Projektteam EÜ Schanzenstraße

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